Im Konfirmandenunterricht der evangelischen Kirchengemeinden treffen sich Jugendliche der 7. und 8. Klassen, um eine Welt kennenzulernen, in der jede*r geachtet wird, in der Nächstenliebe das Erste ist, in der jede*r weiß, wozu sie/er da ist, und glaubt, dass Gott ihr/ihm zur Seite steht. Jugendliche, die miteinander reden, nachdenken, spielen, unterwegs sind. Die entdecken, was Christen glauben, wie bunt und wie vielfältig das Leben ist. Die erkunden, was Gott will und was dem Leben Sinn gibt. Die erfahren, wie Jesus Christus die Welt mit uns verändert. Die die Kirche erleben in der Gesellschaft im eigenen Leben, in der Welt. Informationen erhaltet ihr / erhalten Sie bei Michael Mahlburg.
Die Konfirmand*innen unserer Gemeinde sind in die
beiden gemeinsamen monatlichen Kurse (Termine) der Gemeinden Dom, St. Marien und St. Jacobi eingeladen:

Die Offene Jugendarbeit der evangelischen Gemeinden St. Jacobi, Dom, St. Marien ist im Turm der Jacobikirche zu Hause: JUST Der Jugend.Stadt.Turm. Geht hin und seht nach. Das Projekt wird großzügig von der Aktion Mensch gefördert. Und sie hat einen Auftritt hier: https://jugendimjacobiturm.de/just/
und einen hier: https://www.instagram.com/just_greifswald/
Über ein Jahr (9/24-1/26) hinweg lief – angegliedert an die Offene Jugendarbeit – das Bildungsprojekt der drei Gemeinden St. Jacobi, St. Marien und Dom "erinnern und leben“, das sich intensiv mit jüdischem Leben in Greifswald beschäftigte. In öffentlichen Veranstaltungen wurden sowohl historische Aspekte als auch Begegnungen mit dem heutigen Judentum thematisiert. Ein zentraler Bestandteil war die Zusammenarbeit mit Schüler:innen der Erwin-Fischer-Schule, die in einem vertieften Projekt forschten, Exkursionen unternahmen und Interviews
führten. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern, der Universität Greifswald und dem Medienzentrum e. V. entstanden daraus vielfältige Medienprodukte.
Diese sind zusammen mit Informationen zu Stolpersteinen und weiteren jüdisch geprägten Orten der Stadt auf der Website www.erinnern-und-leben.de öffentlich. Hier ist ein wachsendes digitales Projekt entstanden. Junge Menschen können eigene Beiträge einreichen, um die Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte und Gegenwart fortzuführen und kreative Formen des Gedenkens zu fördern. So soll Erinnerung sichtbar bleiben und ein Raum entstehen, in dem Lernen und Gedenken miteinander verbunden werden.
Ein weiterer Schwerpunkt war der zerstörte jüdische Friedhof in Greifswald. Das Projekt konnte politisches Interesse für dessen Bedeutung wecken. Im Hintergrund laufen derzeit Planungen, ein würdiges Denkmal zu entwickeln, das diesen historischen Ort stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt.
„erinnern und leben“ zeigt, wie vielfältig und lebendig der Umgang mit jüdischer Geschichte gestaltet werden kann. Dank des Engagements vieler Beteiligter leistet das Projekt einen Beitrag zur Erinnerungskultur der Stadt.
Auch über die Projektlaufzeit hinaus hilft die Website, das Bewusstsein für jüdisches Leben in Greifswald wachzuhalten.
Magdalena Kunert (Projektleiterin)
Dieses Video der Website dokumentiert den jüdischen Friedhof Greifswald in seinem aktuellen Zustand und zeigt Bemühungen, den Ort sichtbarer zu machen:
https://erinnern-und-leben.de/filmproduktion/juedischer-friedhof-greifswald.html
Bericht des Nordmagazins des NDR: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/greifswald-neue-wege-der-erinnerungskultur-an-ns-zeit,nordmagazin-7130.html